Sonntag, 27. Januar 2008

Hans Fronius Malerei 1903 - 1988

Zur Malerei

In der graphischen Technik hat sich Hans Fronius einen weiten Bereich erobert: von der schwarzen Kreide, lavierter Tusche zu Pinselzeichnung und Feder, von der Monotypie über den Holzschnitt, zur Lithographie, Aquatinta und Radierung. Damit gewann er die ganze Bandbreite der Ausdrucksmöglichkeiten seiner kraftvollen, mitreißenden Zeichenkunst.

Das Schwarz-Weiß ist der eine Weg, den anderen bietet die Farbe. Seit jeher hat Fronius neben der Graphik die Ölmalerei, wenn auch in ihrem Schatten, betrieben. Er hat die Farbe in seine Welt gezwungen und immer wieder waren anfänglich Gesetze der Zeichnung in die Ölmalerei herübergenommen worden, oft waren auch die Farben selbst in einer dunklen Düsterheit stecken geblieben. Aber Fronius hat sich die Welt der Farben erobert; mit allen Nuancen, aller inneren Erregung. Seine Farbenwelt ist frei, kraftvoll und haftet nicht am Gegenstand. Sie ist auch nicht vom Wissen eines intellektuellen Geistes um die Dinge bestimmt, sondern von einem enorm entfalteten inneren Vermögen ohne aber die graphischen Mittel in den Pinsel zu übertragen. Seine Malerei ist expressiv in Duktus und Farbe, dem Thematischen, dem Gegenständlichen verpflichtet. Hans Fronius blieb immer eine singuläre Erscheinung, die unbeirrbar und fernab aller modischen Trends seinen Weg ging.
Sein thematischer Fundus war enorm. Von Stadtansichten und Landschaften, etwa von Amsterdam, Antwerpen, oder London, Paris und New York, findet man ebenso eine Vielzahl von Portraits, Bilder von Mitgliedern seiner Familie oder nahestehenden Personen sowie Motive aus dem religiösen Bereich und der Weltliteratur. Eine wichtige Werkeinheit ist jene der Paraphrasen. Anregungen, entnommen aus dem breiten Bestand der kunsthistorischen Tradition, verdichten sich zu einem Dialog, den er mit seinen Stilmitteln neu führt.
"Inwendig voller Figuren sein" (Künstlerzitat) - war ihm in die Wiege gelegt.

Englische Version:

Regarding painting

Within the graphic techniques Hans Fronius conquered a wide range for himself: from black crayon, shift Indian ink to brushdrawing and pendrawing, from monotypie beyond woodcut to lithography, aquatinta and etching. Therewith he covered the whole range of expression of his powerful breathtaking of drawing.

Black and white painting is one way, the other one is colour painting. From the very beginning Fronius had exercised oilpainting alongside with graphics. He forced colour into his work and thus applied the rules of drawing to oilpainting. Very often the colours themselves were stuck in a dark gloom. But Fronius conquered the world of colours; with all their shades and their inner excitement.
His world of colours is free, strong and is not centered on items. It is as well not determined by knowledge of an intellectual mind, but by an enormously developed inner ability without transfering the graphical means into the brush. His painting is expressive in stroke and colour and bound to subjects, as well as objectives. So Hans Fronius remained an individualist, who made his way unconfused and far away from fashionable trends.
His stock of themes was enormous. Apart from landscapes and views of, for example
Amsterdam, Antwerp or London, Paris and New York, you can find a variety of portraits, pictures of family members or close persons as well as motives from religious life or world literature. An important field of his work are the paraphrases. Impulses taken from the everlasting resources of historical art concentrate on a dialogue he directs through his kinds of style.
"To be full of figures on the inside" (quotation of the artist) - was a talent nature had given him.